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100-Jahr-Jubiläum der SVP Hombrechtikon

Am 14. Juli feierte die SVP Hombrechtikon in der Dorfmitte, auf dem Schulhausplatz vom «Neuen Dörfli» ihr 100-jähriges Bestehen.

Der Einladung der SVP Hombrechtikon folgten nicht nur viele Einheimische, Parteimitglieder und Sympathisanten aus dem Bezirk Meilen, sondern auch Amtsträger aus dem ganzen Kanton wie Nationalrat Martin Haab, Kantonsrätin Nina Fehr Düsel, Alt-National- und Kantonsräte. Anwesend ebenfalls der Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP) begleitet von seiner charmanten Ehefrau Ruth und der FDP-Präsidentin Marion Tobler, weitere Vertreter aus dem Gemeinderat und sonstige Behördenmitglieder. Unter freiem Himmel bei Sonnenschein genoss man den reichhaltigen Brunch und zollte würdig und gesellig der Jubilarin ihren Geburtstag.

Bildgalerie 100 Jahre SVP Hombrechtikon

„Wir leisten uns eine eigene Meinung“
Ein besonderes Geschenk an die Jubilarin präsentierte Alt-Kantonsrat Tumasch Mischol. Mit einer Chronik wurde die Geschichte der SVP Hombrechtikon aufgearbeitet. Lebendig, ehrlich und spannend gab Mischol einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Ortspartei, welche immer sehr kritisch war. Nicht nur in der Dorfpolitik, sondern auch gegenüber der Kantonalpartei oder der Schweizerischen Partei. Die Umbenennung von Bauernpartei erfolgte nach drei intensiven Diskussionen 14 Jahre nachdem der Kanton den Namenswechsel beschlossen hatte. Gegen die Annahme der ersten Überfremdungs-Initiative 1970 hat sich die Ortspartei ablehnend geäussert, die geplante Listenverbindung mit den Schweizer Demokraten oder der Autopartei bei den Wahlen 1990 war Auslöser eines Schreibens an die Zürcher Parteileitung und vom SVP-Plakat, das den Slogan von ‘Linken und Netten’ trug, distanzierte sich die Partei öffentlich.

Oftmals stand die Ortspartei innerhalb der SVP mehr oder weniger allein da, aber spürte den Widerstand der Hombrechtiker Basis. Immer wenn auf eidgenössischer Ebene provoziert wurde, führte dies in Hombrechtikon zu mehr Aus- als Eintritten. Die SVP Hombrechtikon leistete sich deshalb eine eigene Meinung. Mit ihrer strammen und konsequent bürgerlichen, aber gleichzeitig im Ton moderaten Politik hatte sie damit in Hombrechtikon den Weg zum Erfolg gefunden. Der Wähleranteil bei Kantonsrats- und Nationalratswahlen lag in den vergangenen Jahren immer zwischen 35 % bis 42 %. Hombi tickt da eben anders.

Die genaue Geburtsstunde der SVP Hombrechtikon kann nicht mehr festgestellt werden. Das Protokollbuch über die ersten Jahre ist verschollen. Pate für das Geburtsdatum 14. Juli ist nun Diethelm Burkhard-Abegg, der an diesem Tag 150 Jahre alt geworden wäre. Burkhard gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten, die Hombrechtikon je hervorgebracht hat. Er war ein engagierter Bauernpolitiker und spielte in der Gründerzeit der SVP Hombrechtikon eine wichtige Rolle. Als Rebbaukomissär, Kantons- und Nationalrat war der 1926 verstorbene Politiker in der Bevölkerung äusserst beliebt.

Kantonale und eidgenössische SVP
Niemand kennt und prägt neben Alt-Nationalrat und Alt-Bundesrat Dr. Christoph Blocher die heutige SVP so, wie Alt-Nationalrat, SVP-Stratege und Historiker Dr. Christoph Mörgeli. Er zog mit seinen fesselnden Ausführungen die Zuhörer in seinen Bann und erinnerte daran, dass dem heutigen Kampf gegen den Rahmenvertrag noch viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, als 1992 dem Kampf gegen den EWR-Vertrag. Diese Anbindung würde Volk, Kantone und Gemeinden entmachten und Brüssel als Gesetzgeber installieren.

Die Landwirtschaft im Spannungsfeld der (SVP)-Politik
Martin Haab
schaute vorerst auf Zwingli zurück, dass Zwingli bereits in seinen Schriften erwähnte, dass der Reichtum der Eidgenossenschaft nicht der Luxus und der Adel der Städte sei, sondern das Landvolk mit Vieh, Butter, Wein und Korn. Dies hat bis heute nur wenig geändert. Leben die Bürger in unserem Land heute in einem völlig anderen Umfeld als zu Zwinglis Zeit, bleibt das Bedürfnis nach Nahrungsmittel noch dasselbe. Somit soll die Politik besorgt sein, dass eine heimische Landwirtschaft die nachhaltig Lebensmittel produziert, ihre Existenz auch in den globalisierten Märkten weiterhin findet.

Die nahe und etwas fernere Zukunft der SVP
Patrick Walder überbrachte als Präsident der Kantonalen SVP eine Grussbotschaft und ermahnte die Anwesenden, am 20. Oktober zu wählen. Er unterstrich nachhaltig, dass die Themen wie unser Verhältnis zur EU, die Freiheit und die Sicherheit, das aktuell schöngeredete Asylwesen, der Kampf für eine minimale Steuerlast und die Anstrengung gegen neue Angaben und Gebühren für das Wohl der Schweiz und für die Bevölkerung schlussendlich das Wichtigste ist. Ebenso nachhaltig muss der Einsatz zu Gunsten der Arbeitsplätze und für das Gewerbe und die Industrie sein. In seinem Referat betonte er, dass nur die SVP zu diesen realen Herausforderungen eine Antwort kennt und daher ein gutes Abschneiden der Partei bei den Wahlen von grösster Wichtigkeit ist.

Stephan Gafner, Präsident der Ortssektion, wiederholte nochmals die Wichtigkeit der Kernanliegen der SVP. Diese Kernanliegen haben auch für Hombrechtikon, ob nun mit oder ohne eigene Meinung, die gleiche Bedeutung wie für den Kanton Zürich wie auch für die übrige Schweiz. Auch wenn die SVP momentan im Gemeinderat untervertreten ist, wird die Partei nicht mit Teilnahmslosigkeit auffallen.


Die Chronik 100 Jahre SVP Hombrechtikon ž Wir leisten uns eine eigene Meinung kann zum Preis von Fr. 40.00 bei Stephan Gafner unter svp@gafnerimmo.ch bezogen werden.

Der Vorstand der SVP-Hombrechtikon freute sich über einen restlos gelungenen Anlass, da hat sich der grosse Einsatz im Vorfeld ausbezahlt und allen Besuchern bleibt ein grossartiges wie auch schönes Fest in bleibender Erinnerung.

Stephan Gafner, Präsident SVP Hombrechtikon

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