Hombrechtikon – Schulhausanlagen mit 120 Sicherheitsmängel

Die Aussage von Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP), die Konsequenzen seien erst nach dem Unfall „erschreckend klar“ geworden, greift deutlich zu kurz. Wenn 120 Sicherheitsmängel vorliegen, handelt es sich nicht um eine nachträgliche Erkenntnis, sondern um ein massives, zuvor übersehenes oder ignoriertes Problem.
Ebenso stellt sich zwingend die Frage nach der politischen Verantwortung. Diese liegt klar beim Gesamtgemeinderat, insbesondere beim Gemeinderat Thomas Wirth, der zwischen Juli 2018 bis Juni 2025 als Vorsteher Hochbau und Liegenschaften hierfür zuständig war. In seine Amtszeit fällt die Verantwortung für genau jene Bereiche, in denen die gravierenden Mängel vorliegend sind. Statt die bestehende Infrastruktur konsequent zu unterhalten, wurden während seinen zwei Amtsperioden erhebliche Mittel in die Planung neuer Schulhausanlagen investiert. Der Zustand der bestehenden Gebäude, insbesondere des „Schulhauses Altes Dörfli“, trat dabei offensichtlich in den Hintergrund. Der Eindruck entsteht, dass dessen Zukunft ohnehin als abgeschrieben galt.
Vor diesem Hintergrund ist die Frage berechtigt, ob Thomas Wirth geeignet ist, die Gesamtverantwortung für die Gemeinde Hombrechtikon zu übernehmen, wenn in seinem bisherigen Zuständigkeitsbereich grundlegende Sicherheitsfragen nicht ausreichend priorisiert wurden.
Stephan Gafner, Hombrechtikon
SVP Hombrechtikon